Yes - Owner of a Lonely Heart


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Cover: Yes - Owner of a Lonely Heart Title Owner of a Lonely Heart
Artist Yes
Länge 4 Minuten und 27 Sekunden
   
Release 01.06.1983
Land USA
   
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Biografie von Yes


Yes ist eine britische Rock-Band, die Progressive/Artrock spielt. Yes waren in den 1970er Jahren zusammen mit Genesis, Emerson, Lake and Palmer und King Crimson prominenteste Vertreter des Progressive Rock. Diese vier Bands, oft als die „Großen Vier“ des Progressive Rock bezeichnet, waren stilbildend für das Genre und sind auch heute noch Haupteinfluss vieler neueren Progressive-Rock-Bands wie Spock’s Beard und IQ oder auch Progressive-Metal-Gruppen wie Dream Theater. 1968 - 1981 Die Geschichte von Yes ist von wiederholten Umbesetzungen in der Band und teilweise erheblichen Stiländerungen geprägt. Als kreativer und künstlerischer Höhepunkt von Yes gelten die 1970er Jahre, in denen einige der herausragenden Alben des Progressive Rock aufgenommen wurden, während der größte kommerzielle Erfolg 1983 gelang. Im Juni 1968 trafen sich Jon Anderson und Chris Squire in einem Londoner Club und beschlossen, gemeinsam Musik zu machen. Kurze Zeit später kamen Tony Kaye, Peter Banks und Bill Bruford hinzu. Die erste Yes-Formation hatte sich gefunden. Die ersten beiden Alben Yes (1969) und Time and a Word (1970) waren noch vom Beat und Psychedelic Rock im Stile von The Who, The Beatles oder Pink Floyd geprägt. Dies betrifft vor allem Songs wie Sweet Dreams oder Time And A Word. Dennoch zeigten sich auf einigen Stücken, darunter vor allem Survival vom Debütalbum und das komplexe Then von Time And A Word, bereits erste Ansätze des späteren Progressive-Rock-Stils. Auf dem zweiten Album gab es zusätzliche Streicherunterstützung, was dem Gitarristen Peter Banks nicht gefiel, der mit dem „Geigengeschmuse“, so sein Zitat, nichts anfangen konnte. Derart unzufrieden mit der eingeschlagenen Richtung verließ er Yes 1970 als erstes Mitglied. Die Verpflichtung von Steve Howe als neuem Gitarristen erwies sich als Glücksfall für Yes, die nach dem zweiten Album, das erfolglos geblieben war, auch den Druck der Plattenfirma spürten, mit dem dritten Album endlich einen ersten Erfolg zu erzielen. Steve Howe sollte Yes mit seinem virtuosen und vielseitigen, vor allem vom Country und der Gitarrenmusik der 30er Jahre geprägten Stil bereichern. Die folgenden Kompositionen wurden länger, komplexer und vielschichtiger. Die Songs erreichten nun die Zehnminutenmarke und ließen etlichen Spielraum für Soloeinlagen. Steve Howes Gitarrenspiel avancierte schnell zu einem der Markenzeichen von Yes. Jon Andersons Falsett-Gesang und Chris Squires Bassspiel vervollständigten den Sound der Band. Chris Squire entwickelte in der Folge den Bass zum gleichberechtigten Soloinstrument und übernahm auch melodieführende Aufgaben. Die schlicht The Yes Album betitelte Platte aus dem Jahr 1971 geriet zum großen Durchbruch von Yes. Die Band hatte ihre eigene Identität gefunden und machte sich daran, das Progressive-Rock-Genre maßgeblich zu definieren. Nach dem erfolgreichen Drittling drehte sich das Personalkarussel bei Yes erneut. Keyboarder Tony Kaye verließ die Band und gründete die wenig erfolgreiche Band Badger. Als neuer Keyboarder wurde der klassisch ausgebildete Rick Wakeman verpflichtet. Wie schon bei Steve Howe zuvor, sollte sich auch Wakemans Verpflichtung als Glücksfall für Yes herausstellen, da er etliche klassische Elemente in den bereits sehr eklektischen Sound von Yes einbrachte. Das Album Fragile (1971) führte die Entwicklung des Vorgängeralbums weiter. Der Progressive Rock wirkte noch gereifter: die Kompositionen wurden dichter, die längeren Stücke einheitlicher, nicht mehr nur suitenhaft gereiht wie auf dem Vorgänger. Mit der gekürzten Fassung des fast 10minütigen Roundabout ergab sich auch ein moderater Singlehit, was für eine albumorientierte Band wie Yes ein seltener Erfolg war. Fragile war auch das erste Album mit einem in Zukunft für Yes typischen Cover aus der Feder des Fantasy-Künstlers Roger Dean. 1972 schließlich wurde das Album Close to the Edge veröffentlicht, dessen erste LP-Seite die mehr als 18-minütige gleichnamige Sonate enthielt. Yes befanden sich nun auf einem kreativen Höhepunkt und ließen ihren Ideen auf den Alben freien Lauf, ungehindert von kommerziellen Zwängen oder Forderungen ihrer Plattenfirma. Close To The Edge gilt im Allgemeinen als eines der besten Werke von Yes, stellvertretend für die symphonisch-klassische Variante des Progressive Rock. Das Album ist bis heute immer wieder Gegenstand musikwissenschaftlicher Studien. Schlagzeuger Bill Bruford war vom zeitraubenden Perfektionismus der Band ermüdet, gleichzeitig aber von Close To The Edge dermaßen überzeugt, dass er zur Ansicht gelangte, dass sein eigener künstlerischer Gipfel mit der Band nun erreicht sei und suchte sich deshalb eine neue Herausforderung. Er verließ Yes, um bei King Crimson zu spielen. Yes, die zu dem Zeitpunkt auf Tour waren, zeigten sich kurz schockiert, konnten aber recht schnell mit Alan White einen neuen Schlagzeuger gewinnen. White hatte zuvor u.a. in der John Lennon-Band gespielt. Er sollte nach Bill Brufords Jazzansatz mehr Rockelemente in die Musik von Yes integrieren. 1973 veröffentlichten Yes zunächst das 3er-Live-Album Yessongs, das die überragenden Livefähigkeiten der Band dokumentierte. Wenige Monate später erschien dann das „Magnum Opus“, Tales from Topographic Oceans. Das sehr ambitionierte Doppelalbum war von indischer Philosophie und Mystik beeinflusst. Es beinhaltete lediglich vier Kompositionen, die jeweils etwa 20 Minuten dauern. Innerhalb der Stücke verließ man teilweise traditionelle westliche Hörgewohnheiten und erkundete dabei Einflüsse, die man heutzutage als Weltmusik bezeichnen würde. Keyboarder Rick Wakeman zeigte sich unzufrieden mit der Musik auf Tales from Topographic Oceans, was schließlich in seiner Trennung von der Band mündete, was einigen Tumult in der englischen Musikpresse erzeugte. Yes ließen sich aber auch von diesem empfindlichen Verlust nicht aufhalten. Die Suche nach einem Keyboarder führte zuerst zum Griechen Vangelis. Als sich die Zusammenarbeit mit diesem jedoch als zu schwierig herausstellte, verpflichtete man schließlich den Schweizer Patrick Moraz, der für seinen neuen Job die Band Refugee verließ. Jon Anderson blieb jedoch in Kontakt mit dem Griechen und beide nahmen als Jon & Vangelis eine Reihe erfolgreicher Alben auf. Zusammen mit Moraz nahm Yes das Album Relayer auf, das 1974 veröffentlicht wurde. Relayer kehrte zum Format von Close to the Edge zurück: Das Album bestand aus einer seitenfüllenden Komposition und zwei Liedern á zehn Minuten. Gates Of Delirium basierte auf Leo Tolstois Krieg und Frieden und zeigte Yes von der sehr dynamischen Seite, während man in Sound Chaser Ausflüge in den Fusion Jazz unternahm. Auf Anregung Moraz' verwendete man sogar Elemente der Musique concrète. Nach der anschließenden Tour hatte man sich innerhalb der Band darauf geeinigt, eine kleine Auszeit zu nehmen, in der jedes der einzelnen Bandmitglieder ein Soloalbum aufnehmen wollte. Jon Anderson veröffentlichte Olias Of Sunhillow, Steve Howe Beginnings, Chris Squire Fish Out Of Water, Alan White Ramshackled und Patrick Moraz The Story Of I. Yes fanden sich 1977 aus steuerlichen Gründen in der Schweiz zu den Aufnahmen eines neuen Studioalbums zusammen. Patrick Moraz war anfangs noch dabei, ehe er aus nicht ganz geklärten Gründen ausschied. Yes holten sich zuerst nur als Sessionmusiker Rick Wakeman wieder an Bord, der aber bald darauf zum regulären Bandmitglied ernannt wurde. Mit Going for the One erfolgte ein erster Schritt hin zu etwas kürzeren Kompositionen, wenn auch hier das 15-minütige Awaken noch deutlich dem Progressive Rock zuzuordnen war. Die aufkommende Punkwelle und der sich damit veränderte Musikgeschmack zeigten weiterhin ihre Wirkung. 1978 war der einst kommerziell sehr erfolgreiche Progressive Rock im Niedergang begriffen. Yes versuchten, sich dem Zeitgeist anzupassen, indem sie auf dem Album Tormato noch stärker als auf dessen Vorgänger auf kürzere und geradlinigere Lieder konzentrierten, was eine endgültige Abkehr von den überlangen, kunstvollen Stücken der vergangenen Jahre darstellte. Als 1979 aufgrund innerer Spannungen Bemühungen der Band scheiterten, zusammen mit dem Produzenten Roy Thomas Baker in Paris ein neues Album (die Paris Sessions) aufzunehmen, verließen Sänger Jon Anderson und Keyboarder Rick Wakeman Yes. Damit begann eine Phase, in der Yes eher eine Reihe von Projekten (Paris Sessions, Drama, XYZ, 90125, Big Generator, Union) als eine feste Band war. Trotz des Abgangs von Jon Anderson, der bisher eine der zentralen Figuren bei Yes gewesen war, ließ sich der Rest der Band nicht irritieren. Howe, Squire und White versuchten es erneut, indem man als Ersatz die Mitglieder des Popduos The Buggles, die zuvor mit Video Killed The Radio Star bekannt geworden waren, rekrutierte: Trevor Horn, der sich später als Produzent diverser Popbands (u. a. Frankie Goes to Hollywood, Seal, the Fixx, Grace Jones oder aktueller auch t.A.T.u. aus Russland) einen Namen machen sollte, ersetzte Jon Anderson als Sänger, während Geoff Downes die Keyboards übernahm. Diese Formation brachte mit Drama (1980) lediglich ein Album heraus. Trevor Horn passte zwar gut zum neu komponierten Material, hatte aber stimmlich erhebliche Schwierigkeiten bei den zahlreichen Klassikern der Gruppe. Yes erkannten, dass man künstlerisch in einer Sackgasse gelandet war, und die Band löste sich offiziell auf. 1981 - 1992 Nach dem Ausstieg bei Yes gründete Jon Anderson mit Vangelis das Projekt Jon & Vangelis, das mit Hits wie I'll find my way home und State of Independence auch Charterfolge feiern konnte. Steve Howe war eine zentrale Figur der so genannten Supergruppen, in denen sich Ende der 1970-er Jahre in verschiedenen Kombinationen ehemalige Mitglieder vornehmlich aus dem Bereich Progressive Rock in jeweils neuen Besetzungen zusammen fanden, um sich dem Mainstreamrock zu widmen. So gründete Howe zunächst mit John Wetton von King Crimson, Geoff Downes von Yes und The Buggles sowie Carl Palmer von Emerson, Lake and Palmer die Band Asia, die Anfang der 1980-er Jahre zu den kommerziell erfolgreichsten Bands zählte. Später formierte er mit Steve Hackett, dem ehemaligen Gitarristen von Genesis, und Anderen GTR. Chris Squire und Alan White blieben zusammen. Man probte kurzzeitig mit dem ehemaligen Gitarristen von Led Zeppelin, Jimmy Page, unter dem Namen XYZ, was aber zu keinem langfristigen Engagement geriet, da Robert Plant, der nach einiger Zeit dazustieß, das Material für zu verkopft hielt. Einige der Songideen erschienen später als Bootleg und auf Alben von The Firm und Yes. Unter dem Projektnamen Cinema arbeiteten Squire und White weiter, ehe ihnen der südafrikanische Gitarrist Trevor Rabin (ehemals Rabbitt) vorgestellt wurde. Als man auch noch den ehemaligen Yes-Keyboarder Tony Kaye dazugewann, nahm das Projekt konkretere Gestalt an. Immer noch unter dem Namen Cinema und unter Nutzung der jüngsten Songideen des jungen Trevor Rabin, die großes kommerzielles Potenzial hatten, bereitete man ein neues Album vor, ehe Jon Anderson plötzlich wieder dazustieß. Anderson zeigte sich von den neuen Liedern angetan und bot an, für die Band zu singen. Logischerweise entschied man sich nun dafür, den Namen Yes zu reaktivieren, da ein bekannter Name leichter zu bewerben war als eine unbekannte Band namens Cinema. Das 1983er Album 90125 geriet zum millionenfach verkauften Erfolg für Yes, die nun relativ gradlinige Rockmusik spielten, die auch problemlos im Radio gespielt werden konnte. Die Band hatte sich von der kollektiven Kompositionsmethode, die ihren Stil in den siebziger Jahren entscheidend geprägt hatte, abgewandt. Ohnehin war der Progressive Rock zu diesem Zeitpunkt überholt. Folgerichtig wurde die Albumauskopplung Owner Of A Lonely Heart auch zum größten Singlehit der Band. Das von Regisseur Steven Soderbergh gefilmte Livevideo 9012Live: The Solos der folgenden Konzerttournee wurde für einen Grammy nominiert. Verantwortlich für den kommerziellen Erfolg zeichnete vor allem Trevor Rabin, der einen Großteil der Lieder komponiert hatte und nach und nach die musikalische Leitung der Band übernahm, nachdem zuvor Jon Anderson diese Rolle bei Yes gespielt hatte. Als kongenialer Produzent des Albums hatte sich Trevor Horn betätigt. Nach dem Ende der 90125-Tour legte die Band eine Pause ein, bevor die Arbeit am folgenden Album in Angriff genommen wurde. Waren Yes bereits seit dem Scheitern der Paris Sessions bis zur Stabilisierung des 90125-Lineups ohnehin eher eine Reihe von (zum Teil gescheiterten) Projekten (Drama, XYZ) gewesen, gab es seit Mitte der 80er Jahre keine stabile Band mehr. Bis heute finden sich zwar verschiedene Musiker immer wieder zu Aufnahmen und Tourneen unter dem Namen "Yes" (oder "Anderson, Bruford, Wakeman, Howe", "Circa:", daneben gibt es zahlreiche Soloprojekte der Yes-Mitglieder, bei denen (ehemalige) Bandkollegen beteiligt sind) in wechselnden Besetzungen zusammen, eine konstante Band hat es jedoch seitdem nicht mehr gegeben. Die 90125-Besetzung nahm in schwierigen und langwierigen Sessions mit Big Generator (1987) ein weiteres Rockalbum auf, das den Erfolg von 90125 aber nicht wiederholen konnte. Ein größerer Singlehit blieb ebenfalls aus. Jon Anderson war zunehmend unzufrieden mit seiner Rolle in der Gruppe. Trevor Rabin dominierte Yes und wollte viele Ideen von Anderson nicht zulassen, weshalb dieser Yes 1988 zum zweiten Mal verließ. Es folgte die wohl kurioseste Episode der Bandgeschichte: Jon Anderson versammelte die ehemaligen Yes-Mitglieder Steve Howe, Bill Bruford und Rick Wakeman um sich, um ein neues Album aufzunehmen. Gleichzeitig jedoch probten Trevor Rabin, Chris Squire, Tony Kaye und Alan White weiter. Es existierten somit zwei Bands, die beide von sich behaupten konnten, Yes zu sein. Es gab einige Auseinandersetzungen vor Gericht hinsichtlich des Bandnamens. Die Namensrechte an Yes lagen allerdings bei Chris Squire, der diese auch nicht hergeben wollte, weshalb das 1989er Album von Anderson, Bruford, Wakeman, Howe als Anderson Bruford Wakeman Howe veröffentlicht werden musste. Am Bass wirkte hier Tony Levin mit, der schon mit diversen Musikern des Genres wie Peter Gabriel zusammenarbeitete und damals mit Bruford die Rhythmussektion von King Crimson bildete. Das Album bemühte sich, wieder etwas progressiver zu klingen, was in den Augen der alten Fans auch voll und ganz gelang. Anfang der 1990er Jahre bereiteten beide Yes-Fraktionen neue Stücke vor. Das zweite Album von Anderson, Bruford, Wakeman, Howe, Dialogue, kam jedoch nie zustande, da es 1991 aufgrund einer Idee Andersons zum Zusammenschluss beider Lager kam. Es war das dritte Mal in der Geschichte von Yes, dass ein Album, das mitten in der Vorbereitung war, nicht fertiggestellt werden konnte. Man brachte stattdessen zu acht das Album Union (1991) heraus, auf dem zwar Jon Anderson, Chris Squire, Steve Howe, Rick Wakeman, Bill Bruford, Alan White, Tony Kaye und Trevor Rabin vertreten sind, ohne dabei aber jemals im Studio gemeinsam gespielt zu haben. Tatsächlich wurden die Lieder getrennt produziert und aufgenommen, und die von Wakeman, wahrscheinlich auch viele von Bruford und Howe eingespielten Teile wurden von Sessionmusikern ersetzt (darunter Gitarrist Jimmy Haun, der 2006 mit White, Kaye und dem späteren Yes-Mitglied Billy Sherwood die Band Circa: gegründet hat) - was von Anfang an für Spannungen sorgte. Es folgte aber eine Welttournee mit allen acht Mitgliedern. 1992 - heute Unmittelbar nach der Tournee wurde nicht zuletzt auf Druck der Plattenfirma die Besetzung der Band ausgedünnt. Steve Howe und Bill Bruford gingen freiwillig, Rick Wakeman, dessen Verbleib in der Band lange Zeit unklar blieb, musste einige Zeit später gehen. Man versprach sich größeren kommerziellen Erfolg mit Trevor Rabin als Bandleader. Es folgte 1994 das Album Talk, das allerdings keinen großen Erfolg mehr für sich verbuchen konnte. Mit "Talk" setzte die Kritik am Schlagzeugspiel Alan Whites, die seit seinem Einstand als Ersatz für Bill Bruford 1972 nie ganz verstummt war, wieder ein, sie hat sich seither mit jeder Veröffentlichung verstärkt: Sein Spiel sei allzu schlicht, allzu einfallslos. Zudem trennten sich bald nach der Veröffentlichung die Wege von Trevor Rabin und Yes. Nach einem auf seine Alkoholprobleme zurückzuführenden Herzanfall Squires kurz vor der Talk-Tour stand sein Verbleiben in der Band kurzzeitig in Frage, doch er erholte sich, und Yes gingen auf eine Tour, die aufgrund mangelnden Zuschauerinteresses jedoch vorzeitig beendet wurde (in Europa fanden keine Konzerte statt). Danach ging die Band erneut auseinander. Während Rabin sich in der Folge einen Namen als Filmkomponist machte (vor allem für Filme des Produzenten Jerry Bruckheimer), bemühten sich die verbliebenen Musiker zum wiederholten Male um einen Neubeginn. Die "klassische" Besetzung mit Anderson, Squire, Steve Howe, Wakeman und White fand wieder zusammen. Es wurden von 1995 bis 1997 zwei Alben mit aktuellen Liveaufnahmen und neuen Studiotracks veröffentlicht, die eine Rückkehr zum Progressive Rock der 1970er Jahre einzuläuten schienen. Rick Wakeman, der ohnehin nur von fern zu den neuen Studiotracks beigetragen und sich an den drei Keys to Ascension-Konzerten beteiligt hatte, verließ allerdings nach den beiden Alben Keys to Ascension und Keys to Ascension 2 und einer abgesagten Tournee (angekündigt unter dem Titel "Know-Tour") erneut die Band. Es folgte, dafür mit Billy Sherwood (Gitarre) und Igor Khoroshev (Keyboards), das Pop-Album Open Your Eyes, eigentlich zur Veröffentlichung unter dem Namen eines Side-Projekts von Squire und Sherwood, Conspiracy vorgesehen und im letzten Moment zu einem Yes-Album "umfunktioniert" (die Plattenfirma bestand angesichts einer geplanten Tour, der größten seit 1971, auf einem neuen Album). Auch das Nachfolge-Album The Ladder versuchte eher, die 80er-Popfraktion unter den Yes-Fans anzusprechen, auch wenn es als Fusion des 70er- (Roger Dean-Cover) und des 80-er Stils angekündigt und vermarktet wurde. Doch diese beiden Versuche, kommerziell erfolgreich zu sein, scheiterten ebenso wie der bislang letzte: Sowohl Sherwood als auch Khoroshev verließen Yes, ehe Yes zum ersten Mal in der Bandgeschichte ohne eigenen Keyboarder im Jahre 2001 das Album Magnification herausbrachten. Die Band versuchte sich an einer Fusion aus Rockinstrumenten und Symphonieorchester. Die orchestrale Musik von Yes schien prädestiniert für diese Herangehensweise zu sein. Es folgte eine „Yessymphonic Tour“, in der auch Klassiker der Band mit Orchesterunterstützung präsentiert wurden. 2002 schließlich entschied sich Rick Wakeman dafür, zum fünften Mal Yes beizutreten. Bis 2004 gaben Yes in der "klassischen" Besetzung Anderson, Howe, Squire, Wakeman und White regelmäßig Konzerte in den USA und Europa. Danach ist es still um die Band geworden, auch wenn ihre Mitglieder sehr aktiv ihre eigenen Solo- und Nebenprojekte verfolgen: * Jon Anderson tourt nach Genesung von einigen gesundheitlichen Problemen allein und als Duo mit Rick Wakeman, der ebenfalls seine Solo-Karriere weiterführt, regelmäßige Auftritte abseits von Yes jedoch aus gesundheitlichen Gründen eingestellt hat. * Steve Howe ist zu den in Originalbesetzung reformierten Asia zurückgekehrt, die 2006 eine Welttournee antraten und 2008 ein neues Studioalbum veröffentlicht haben. * Chris Squire hatte im Frühjahr 2004 mit Stephen Nardelli, Martyn Adelman, Gerard Johnson und Peter Banks seine 60er-Jahre Band The Syn reformiert, diese aber 2006 wieder verlassen. Auch am Projekt Conspiracy ist er nicht mehr beteiligt. Billy Sherwood führt das Projekt allein weiter, für ein neues Album sind Gastauftritte von Tony Kaye, Peter Banks, Schlagzeuger Jay Schellen (World Trade, ehem. Asia und Hurricane) und Gitarrist Gary Green (ehem. Gentle Giant) angekündigt. Außerdem setzt Sherwood seine Mitarbeit an zahlreichen Tribute-Alben fort. Chris Squire arbeitet seither zusammen mit Gerard Johnson an einem zweiten Solo-Album, während The Syn mit neuer Besetzung weiterarbeiten. * Alan White rief mit Mitgliedern von MerKaBa sein Bandprojekt White ins Leben. * Mehrere (ehemalige) Yes-Musiker haben sich unter dem Namen Circa: zu einer neuen Band zusammengefunden: Billy Sherwood (Bass, Gesang), Alan White (Schlagzeug, Gesang), Tony Kaye (Hammond, Keyboards) und Jimmy Haun (Gitarre, Gesang, vorher bereits auf Union und beim Chris Squire Experiment zu hören. Das Debütalbum Circa:2007 ist im August 2007 erschienen und eine Tour ist angekündigt. Die Band plant mehr als nur eine vorübergehende Zusammenarbeit. Ein neues Yes-Album waren ebenso wie ein Filmprojekt mit dem englischen Cover-Künstler Roger Dean oder gar die Auflösung der Band immer wieder mal im Gespräch. Im Frühjahr 2007 wurde jedoch bekannt, dass für 2008 (das 40-jährige Bandjubiläum) Planungen für eine Welttournee im Gange sind. Angekündigt wurden Konzerte in Osteuropa (konkret: Prag) und Nordamerika (evtl. einschl. Mexiko). Zwischendurch schien sich herauszustellen, dass die lange Bühnenabstinenz der Band weniger auf die gesundheitlichen Probleme Andersons (und Wakemans) zurückzuführen sind, sondern ihren Grund darin hat, dass Andersons spirituelle Führerin, die "Divine Mother" Audrey Kitagawa, die ihm, wie er selbst sagt, dabei hilft, "in die vierte Dimension zu sehen", dringend davon abgeraten hat, vor 2008 live aufzutreten. Dies war jedenfalls von Anderson als Grund für die Absage eines Auftritts an der PG School of Rock Music im Juli 2007 angegeben worden und man hatte schon früher Ähnliches von ihm gehört. Mittlerweile hat das Management aufgrund der Verärgerung vieler Fans (und der anderen Bandmitglieder, vor allem Howes, Squires und Whites) allerdings von dieser Erklärung Abstand genommen und die gesundheitlichen Gründe wieder ins Spiel gebracht. Die für den Sommer geplante Comeback-Tournee wurde am 4. Juni 2008 aufgrund gesundheitlicher Probleme Andersons abgesagt. Einige Wochen zuvor war dieser mit einem akuten Asthma-Anfall ins Krankenhaus eingeliefert worden und die Ärzte hatten ihm von einer Konzerttournee abgeraten. Die Ankündigung eines neuen Albums wird jedoch weiterhin aufrechterhalten. Zwischenzeitlich gibt es eine Ankündigung, dass Yes nun doch auf die 40-Jahre Tour gehen werden. Dies jedoch ohne Anderson. Stattdessen mit mit dem Sänger Benoit David der Yes-Tributeband Close To The Edge, den Chris Squire entdeckte. Read more on Last.fm. User-contributed text is available under the Creative Commons By-SA License; additional terms may apply.

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