Billy Idol - Flesh for Fantasy


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Cover: Billy Idol - Flesh for Fantasy Title Flesh for Fantasy
Artist Billy Idol
Länge 4 Minuten und 37 Sekunden
   
Release 10.11.1983
Land USA
   
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Biografie von Billy Idol


Billy Idol war in den 80ern einer der populärsten Rock-Newcomer und feierte unter seinem Künstlernamen weltweit Chart-Erfolge. Viele seiner typischen Pop- bzw. Rock-Lieder mit gelegentlichem Punkeinschlag werden aufgrund ihrer Zeitlosigkeit und hohen Qualität noch heute regelmäßig im Radio gespielt. Sein Künstlername beruht auf der Tatsache, dass er in der Schule recht häufig „idle“ (untätig) war, was einer seiner Lehrer in einer Beurteilung vermerkte. Daraus machte der junge William Broad etwas später (Billy) „Idol“. Ein Name, der schon bald Programm werden sollte. Musikgeschichtliche Einordnung Die frühen Jahre Am 30. November 1955 als William Michael Albert Broad in Stanmore, England geboren studierte Broad nach Schulabschluß zunächst Philosophie, was er jedoch abbrach. Danach verschlug es Broad in die frühe Londoner Punkszene. Gemeinsam mit Mick Jones (später bei The Clash), Bryan James (später bei The Damned) und Tony James (später bei Sigue Sigue Sputnik) gründete er die Band Chelsea, die er aber bald wieder verließ, um Generation X zu gründen, die Mitte bis Ende der siebziger Jahre erfolgreich drei Alben und mehrere Singles veröffentlichten. Karriereentwicklung Nach der Auflösung von Generation X ging Idol 1981 in die USA, um mit aufwendigen Produktionen, einem maßgeschneiderten Image als „harter Kerl“ mit Lederhose, blondierter Stachelfrisur, geballter Faust und zur Schnute hochgezogener Oberlippe den Pop-Markt zu erobern. Hierbei entfernte er sich musikalisch zwar weit von seinen Ursprüngen, landete aber kommerziell höchst erfolgreiche Welthits, darunter z. B. Dancing With Myself, Rebel Yell, Flesh For Fantasy und White Wedding. Entdeckt und gefördert wurde er übrigens vom damals sehr einflussreichen Kiss-Manager Bill Aucoin. Langjähriger Produzent war Keith Forsey. Mit seinen weltweit überaus erfolgreichen Alben Billy Idol, 1982, Rebel Yell, 1983 und Whiplash Smile, 1986 wurde der „wasserstoffgebleichte Albtraum eines Rockers“ Ikone und stilprägende Identifikationsfigur einer ganzen Generation. Seine Beliebtheit und seine Erfolge in den achtziger Jahren waren so groß, dass kaum jemand ihm das Wasser reichen konnte. Er genoss eine kultische Verehrung, wie sie seinerzeit sonst nur der amerikanischen Popsängerin Madonna und dem amerikanischen Sänger Michael Jackson zuteil wurde. Doch der ganz große Ruhm sollte aufgrund diverser Schicksalsschläge nicht von bleibender Dauer sein. Nach vier Jahren ohne neuen Output erlitt der „ewige Rebell“ am 7. Februar 1990 bei einem beinahe tödlichen Motorradunfall schwerste Beinverletzungen (fünffacher, teils offener Trümmerbruch), einen Armbruch und mehrere Rippenfrakturen, nachdem er ein Stop-Schild überfahren hatte und in einen Truck gerast war (eine große Tageszeitung erklärte ihn daraufhin fälschlicherweise tatsächlich für tot, was natürlich großen Wirbel verursachte, bis die Meldung offiziell dementiert wurde). Nur dank einer siebenstündigen Notoperation durch Spezialisten entging Idol einer Amputation seines rechten Beins (fünf weitere Operationen folgten) und er verbrachte viele Wochen im Krankenbett (treffendes und typisches O-Ton-Zitat von Idol zu seinem Unfall war übrigens: „Ein echter Rebell lässt sich von einem Stück Blech doch nicht den Weg versperren!“). Auch nach seiner Genesung sah man ihn noch lange Zeit sprichwörtlich „am Stock gehen“. Mit mehreren Monaten Verspätung erschien das Album Charmed Life, das kurz vor dem tragischen Unfall fertig gestellt worden war. Darauf ließ Idol stärker als auf vorherigen Werken rockige Elemente einfließen. Eine ausgedehnte Welt-Tournee folgte. Das sehr solide Album (das unter anderem die bekannten Songs Cradle Of Love und das gelungene Doors-Cover L. A. Woman enthält) verkaufte sich zwar noch recht gut, allerdings nicht so gut wie seine Vorgänger. Klassische Rockmusik kam zu Beginn des neuen Jahrzehnts langsam aus der Mode und so gelang es Billy Idol trotz aller Anstrengungen nicht mehr, an seine größten Erfolge anzuknüpfen. Randnotiz: 1991 erhielt Idol eine kleine Gastrolle in Oliver Stones erfolgreichem Film The Doors, in dem er ursprünglich bereits während der Hauptdreharbeiten 1990 eine Hauptrolle als bester Freund Jim Morrisons übernehmen sollte, was jedoch durch den Motorradunfall verhindert wurde. Das vorläufige Ende Nach Charmed Life erlahmte Idols Karriere zusehends. Neben dem sich vollziehenden Wandel des allgemeinen Musikgeschmacks lag der Grund vor allem darin, dass der blonde Rocker seit 1986 heroinabhängig war und mittlerweile massive Drogenprobleme hatte. Mehrere Gerichtsprozesse wegen Entgleisungen und Schlägereien im Rausch bescherten ihm Negativ-Schlagzeilen sowie Bewährungs- und Geldstrafen. Seine Drogensucht steigerte sich weiter bis ins Uferlose. Erst nach einer Überdosis durch einen Drogen- und Medikamenten-Cocktail Anfang 1993, die ihn um ein Haar das Leben gekostet hätte und ihn abermals für längere Zeit auf die Intensivstation brachte, zog Billy Idol (kurz vor dem drohenden körperlichen und finanziellen Ruin) gerade noch rechtzeitig die Notbremse, machte einen Entzug und ist seitdem clean. Seine Drogenerfahrungen verarbeitete er teilweise auf dem im gleichen Jahr als Comeback-Versuch publizierten Album Cyberpunk, das sich stilistisch von den restlichen Werken abhebt. Statt handgemachter Rock- oder Punk-Klänge besteht die Musik aus einem Mix aus Electrobeats, versetzt mit Rockrhythmen und psychedelischen Anklängen, ist musikalisch und lyrisch durch die Werke William Gibsons inspiriert und ein in sich geschlossenes Konzeptalbum. Einigen Kritikern galt (und gilt) dieses Album als große künstlerische Leistung Idols, vor allem, weil es Musikstile und -richtungen vorwegnahm, die in den späten 90er Jahren erst auftauchten und z. B. durch den Soundtrack zum Film Matrix auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurden, jedoch auch durch seine vom Cyberpunk stark inspirierte Lyrik. Viele andere wiederum betrachteten das Werk als unausgegorene und überflüssige Mischung aus Techno und Rock. Das Publikum damals honorierte Idols Bemühungen jedenfalls nicht. Vor allem die alten Fans wandten sich großteils enttäuscht ab. Das Album wurde ein Flop. Damit schien Idols Karriere endgültig beendet und in den nächsten acht Jahren wurde es sehr still um den einstigen Superstar (neben einigen kaum beachteten Konzerten u. a. in Las Vegas war eines seiner wenigen Lebenszeichen ein Kurzauftritt im Film The Wedding Singer von 1998, mit Drew Barrymore und Adam Sandler, in dem Idol sich selbst spielte). In dieser Phase kümmerte sich der vormalige Publikumsliebling um die Erziehung seiner beiden aus zwei Beziehungen stammenden Kinder (Sohn Willem Wolfe und Tochter Bonnie Blue) und verbrachte nach eigenen Angaben viel Zeit mit Nachdenken, vor allem in Verbindung mit ausgedehnten Motorradtouren quer durch die USA. Ganz langsam begann sich sein Leben wieder zu ordnen. Spätes Comeback Nachdem sich 2001 ein damals neu erschienenes Best-of-Album überraschenderweise über eine MIllion mal verkauft hatte, dachte Idol an ein Comeback. Zunächst machte er mit der 2002 veröffentlichten CD und DVD Storytellers wieder von sich reden. Darauf gab er unplugged Generation-X-Klassiker wie Kiss Me Deadly, Untouchables und Ready Steady Go sowie seine altbekannten Songs aus den Achtzigern zum Besten. Ausgestrahlt wurde die Video-Version ursprünglich vom Musiksender VH-1, später auch von MTV. Auf dieser Veröffentlichung war übrigens erstmals seit dem Album von 1986 sein kongenialer Partner an der Gitarre, Steve Stevens, wieder mit von der Partie, von dem Idol sich 1989 getrennt hatte. Der Mann mit dem „Peitschenschnur-Lächeln“ (Whiplash Smile) war wieder angesagt und die Zeichen der Zeit standen gut für eine Rückkehr in den „Rockzirkus“. Noch allerdings war Idol durch einen Knebel-Vertrag mit seiner ehemaligen Plattenfirma (Chrysalis Records) gebunden und hatte somit kaum künstlerische Freiheiten. 2003 entließ ihn die Plattenfirma nach mehreren rechtlichen Auseinandersetzungen entnervt aus dem Vertrag. Chrysalis hatte versucht, massiven Einfluss auf die künstlerische Gestaltung seiner Musik zu nehmen. Unter anderem sollte eine Zusammenarbeit mit Linda Perry für einen chartstauglichen Output sorgen. Aus der Kollaboration gingen zwar einige gute Songs hervor, die aber eben nicht idoltypisch, sondern eher angepasst ausfielen. Idol und Perry trennten sich im Guten. Nun war der Weg frei. Endlich, nach insgesamt zwölf Jahren Pause, brachte Billy Idol am 24. Januar 2005 über Noise Records (Sanctuary Group) die Single Scream und am 21. März des selben Jahres sein Comeback-Album Devil's Playground heraus. Musikalisch ging Idol hier deutlich härter zu Werke als auf seinen bisherigen Alben. Sanctuary hatte Idol vollkommene künstlerische Kontrolle zugesagt und sich auch daran gehalten. Gesangstechnisch, musikalisch und songwriterisch ist das Album nach Meinung großer Teile der Musik-Presse sowie der meisten Fans eine späte Glanzleistung und offenbart nicht zuletzt in den Songtexten einen deutlich gereiften Billy Idol. Ein weiteres Mal wird er durch seinen alten Freund Steve Stevens unterstützt. Hinter den Reglern saß wieder einmal Keith Forsey. Im Juni 2005 kam Billy Idol für einige Auftritte nach Deutschland. So trat der immer noch fitte Recke bei den Festivals "Rock im Park" und "Rock am Ring" auf und ließ sich bei einem ausverkauften Solo-Konzert im Hamburger Stadtpark von über 4000 begeisterten Fans feiern. Im November/Dezember 2005 gab Idol im Rahmen seiner Devil's Playground-Tour (die sich zuvor fast ausschließlich auf die USA beschränkte) sieben Konzerte in Deutschland sowie weitere in Dänemark, Finnland, England, Irland, Schottland, Holland, Österreich und der Schweiz. Seinen 50. Geburtstag zelebrierte er am 30. November 2005 in Leipzig auf der Bühne. Im Juli 2006 gab Idol Freiluftkonzerte in Berlin (Zitadelle Spandau, 18. Juli 2006), Bonn und Hamburg, bei denen er u. a. seine neue Single "Touch my Love" und "Cry" vorstellte. Des Weiteren machte er im Spätsommer 2006 erneut Station in Finnland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz sowie in Osteuropa (Bulgarien, Lettland, Litauen, Rumänien, Serbien, Ungarn) und im russischen Sankt Petersburg. Ein Konzert, das am 29. Juli 2006 in Chicago stattfand, wurde zudem für eine spätere DVD Veröffentlichung aufgezeichnet und rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird auf einem Independent-Label das Weihnachtsalbum "Happy Holidays" veröffentlicht. Ein neues Rockalbum sollte im Frühjahr 2007 folgen. Doch erst 2008 erschien ein neues Best-of-Album mit einer DVD, auf der alte, von den Fans hoch geschätzte Videos enthalten waren. Außerdem waren auf diesem Album zwei neue rockiges Songs enthalten. Dennoch erreichte das Album im Gegensatz zum vorherigen Best-Of-Album nicht den Platinum-Status und schaffte es auch nur im Vereinigten Königreich in die Album Charts. Die zum Album gehörige Tour war recht erfolgreich und so wurden für 2009 ein neues Album und eine weitere Tour angekündigt, doch dieses wurde bislang nicht veröffentlicht. Im Februar 2010 trat er auf dem Download Festival in Donington Park auf. Read more on Last.fm. User-contributed text is available under the Creative Commons By-SA License; additional terms may apply.

  • rock
  • 80s
  • new wave
  • classic rock
  • punk

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